Häufig gestellte Fragen zu ALKIS® - FAQ

Fragen zum Bezugssystem

In welchem Bezugssystem werden die ALKIS®-Daten zur Verfügung gestellt?

Die Daten werden im Amtlichen Lagebezugssystem ETRS89_UTM32/33 (LS489) zur Verfügung gestellt. Mit dem kostenfrei vom LVermgeo bereitgestellten Transformationsprogramm LSA_Trans können eigene Daten mit Katastergenauigkeit in das neue Lagebezugssystem transformiert werden.


Ist ein Datenbezug in einem anderen Lagebezugssystem möglich?

Neben dem Amtlichen Lagebezugssystem ETRS89_UTM32/33 (LS489) ist die Datenabgabe von ALKIS®-Daten im Datenformat NAS auch im Lagebezugssystem DE_42-83_3GK4 (LS150) möglich. Die Datenabgabe im Lagebezugssystem DE_42-83_3GK4 (LS150) wird zum 31. Dezember 2017 eingestellt.


Ist der Datenbezug im Datenformat DXF in unterschiedlichen Lagebezugssystemen möglich?

Die Abgabe der Daten im Datenformat DXF ist möglich. Die Bereitstellung der DXF-Daten erfolgt ausschließlich im Amtlichen Lagebezugssystem ETRS89_UTM32/33 (LS489).


Kann das Programm LSA-Trans auch in andere Softwarelösungen eingebunden werden?

Die Funktionen von LSA_Trans können in externe Programme eingebunden werden. Die zur Einbindung benötigten Dateien Koordtrafo.dll und zTree.dll stehen im Download auf der Hompage des LVermGeo zur Verfügung. Auf Anfrage ist die Bereitstellung eines Bespielcodes für die Einbindung (in C++) sowie der Header- und Library-Dateien möglich.


Wie erfolgt die Überführung der Sachdaten von DE_RD-83_3GK4 (LS110) in ETRS89_UTM32/33 (LS489)?

Die Sachdaten sollten mittels einer Affintransformation zuerst von DE_RD-83_3GK4 (LS110) nach DE_42-83_3GK4 (LS150) und dann mittels LSA_Trans nach ETRS89_UTM32/33 (LS489) und ggf. zurück überführt werden. Für die bei der Transformation von DE_RD-83_3GK4 (LS110) nach DE_42-83_3GK4 (LS150) benötigten regionalen Passpunkte werden zusätzliche Gebühren im Zuge der Benutzung erhoben.


Werden Transformationsparameter an Nutzer abgegeben?

Transformationsparameter werden generell nicht abgegeben. Die Parameter für das Land sind lokal unterschiedlich. Es sollte generell die Software LSA_Trans mit der maschenweisen Affintransformation für die Überführung der Sachdaten verwendet werden.


Können zur Transformation der Geobasisdaten auch Softwarelösungen der GIS-Anbieter genutzt werden?

Die Softwarelösungen der GIS-Anbieter beinhalten zumeist Transformationsansätze nur im Submeter-Genauigkeitsbereich. Aus diesem Grund wird den Anbietern empfohlen, die Geobasisdaten nach Einführung von ALKIS® ausschließlich im ETRS89_UTM32/33 (LS489) im Datenformat NAS zu beziehen. Die Überführung der Sachdaten des Nutzers sollte mit LSA_Trans erfolgen.


Wie erfolgt die Datenhaltung beim Nutzer (ETRS89_Zone 32 oder Zone 33), wenn der Nutzer in seinem Zuständigkeitsbereich von der Zonentrennung betroffen ist?

Die Führung der Daten des Fachverfahrens ALKIS® einschließlich örtlicher Vermessungen für das amtliche Vermessungswesen erfolgen im LVermGeo ausschließlich in der Zone 32. Der Datenbezug ist in beiden Zonen im Rahmen der Benutzung möglich. Der Nutzer entscheidet selbstständig, in welcher Zone er die Daten in seinem System führt.


Hat die Einführung des einheitlichen integrierten Raumbezuges für die Höhe (DHHN2016)  Auswirkungen auf das Fachverfahren ALKIS®?

Nein. Das Fachverfahren ALKIS® ist in der Ausprägung der Dokumentation zur Modellierung der Geoinformationen (GeoInfoDok 6.0.1) nur zweidimensional. Für die AP (Aufnahmepunkte - geführt im Fachverfahren ALKIS®) wird die Höheninformation mit einer Metergenauigkeit (Standardabweichung <= 5m) angegeben. Die Überführung des bisherigen Höhenbezugssystems (DE_DHHN92_NH) in die ab 1. Juli 2017 gültige amtliche Höhe (DE_DHHN2016_NH) bewirkt auf dem Gebiet des Landes Sachsen-Anhalt Änderungen von -2 cm bis +3 cm und hat damit keine Auswirkungen im Fachverfahren ALKIS®.
Die Höhenangabe mit Metergenauigkeit ist ausreichend für eine fachgerechte Höhenreduktion bei Liegenschaftsvermessungen.