SAPOS® in Sachsen-Anhalt

SAPOS® ist der Satellitenpositionierungsdienst der deutschen Landesvermessung und dient der Positionsbestimmung in amtlichen Bezugssystemen. Grundlage des SAPOS®-Dienstes ist die Nutzung der Satellitenpositionierungssysteme GPS und GLONASS. SAPOS® wird durch ein Netz permanent betriebener SAPOS®-Referenzstationen realisiert. Diese bundesweit einheitlich nutzbaren SAPOS®-Referenzstationen werden durch die Länder betrieben.

Das Landesamt für Vermessung und Geoinformation Sachsen-Anhalt stellt mit SAPOS® eine landesweit flächendeckende und einheitliche Raumbezugsgrundlage für jedermann bereit.

Die Abgabe der SAPOS®-Daten erfolgt durch die Kommunikationsmedien GSM und Internet. Auf Basis der permanent registrierten Daten dieser Stationen werden vernetzte Korrekturdatensätze berechnet und bereitgestellt. Die SAPOS®-Daten werden in Sachsen-Anhalt durch achtzehn permanent betriebene, multifunktionale SAPOS®-Referenzstationen erzeugt.

SAPOS® bietet drei Servicebereiche mit unterschiedlichen Eigenschaften und Positionsgenauigkeiten. Diese stehen für unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Echtzeit Positionierungs-Service (EPS)

  • Hochpräziser Echtzeit Positionierungs-Service (HEPS)

  • Geodätischer Postprocessing Positionierungs-Service (GPPS)

Gebühren, Servicebereiche

           Genauigkeit Medium Taktrate Gebühr in €
(Lage) (Höhe)
EPS 0,3 - 0,8 m 0,5 - 1,5 m Internet 1 s 150,00
pro Jahr
HEPS1 1 - 2 cm 2 - 3 cm GSM,
Internet
1 s 0,102
je Messung/Einwahl, pro angefangende Minute
GPPS1 ≤ 1 cm 1 - 2 cm Internet 15 s 0,203
pro Minute
≤ 1 Hertz 0,203
pro Minute
> 1 Hertz 0,803
pro Minute
GPPS-PrO ≤ 1 cm4 1 - 2 cm Internet beliebig 0,20
pro ausgewertete Minute

1 Für die Nutzung wird von jedem Endnutzer eine Mindestgebühr von 10,00 € pro Monat erhoben. Bei gleichzeitiger Anmeldung bei SAPOS®-GPPS bzw. SAPOS®-HEPS wird die Mindestgebühr nur einmal erhoben.
2 Alternativ kann eine Pauschalgebühr von 250,00 € pro Monat für jede Freischaltung einer registrierten Telefonnummer oder Vergabe einer individuellen Nutzerkennung erhoben werden.
3 je Referenzstation
4 in Abängigkeit von Messdauer und Anzahl der Wiederholungen