INSPIRE- Monitoring 2020 und Reporting 2021

Die Ergebnisse des INSPIRE-Monitorings 2020 und Reportings 2021 wurden im INSPIRE-Geoportal der europäischen Kommission veröffentlicht.

Das Verfahren zur Durchführung des INSPIRE-Monitorings 2020 ist nahezu identisch zum Vorjahr. Die einzige Änderung betrifft die Berechnung der Indikatoren zur Metadaten-Konformität. Es werden nur noch Metadaten als konform gewertet, die auf der Version 2.0 des europäischen Technical Guidance Dokumentes zur Umsetzung von Metadaten  basieren und den entsprechenden Konformitätstest im INSPIRE Validator bestehen.

Für Deutschland wurden ca. 58.000 Geodatensätze/-serien und 88.000 Geodatendienste bereitgestellt, die mit über 146.000 Metadaten beschrieben sind. Somit verdoppelten sich die Ressourcen zum Vorjahr und erreichten diesbezüglich Platz 1 der am Monitoring beteiligten Mitgliedstaaten. Auf das Landesgebiet Sachsen-Anhalts entfallen 53 Geodatensätze und 96 Geodatendienste. Die Koordinierungsstelle GDI-DE nahm eine Auswertung der Ergebnisse vor, auf deren Grundlage die Metadateninhalte überprüft und von den Kontaktstellen der Länder gemeinsam mit den betroffenen geodatenhaltenden Stellen korrigiert werden können.

Des Weiteren hat die Europäische Kommission im April die "Country Fiches 2021“  in der INSPIRE Knowledge Base veröffentlicht. Diese wurden von der Europäischen Kommission in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten entwickelt und sind hinsichtlich ihrer Struktur für alle Staaten identisch und somit inhaltlich vergleichbar. Sie werden im Rahmen des INSPIRE-Reportings jährlich bis zum 31. März von den Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission aktualisiert.

Im deutschen "Country Fiche 2021" werden u. a. die wichtigsten Indikatorwerte des Monitorings in fünf Diagrammen visualisiert. Neben der Verfügbarkeit der Ressourcen wird auf den Grad der Konformität von Metadaten, Geodatensätzen und -diensten sowie den Grad der Zugänglichkeit der Geodatensätze über Netzdienste eingegangen. Letzterer ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, während bei der Konformität der Metadaten dagegen eine Abnahme zu verzeichnen ist.