Preisanstieg in der Stadt Halle (Saale)

Corona-Pandemie zeigt keine Auswirkungen bei den Wohnimmobilien – auch in den Landkreisen stabile Verhältnisse.

Wieviel kostet ein Einfamilienhaus in Halle (Saale)? Diese Frage lässt sich scheinbar leicht beantworten - 266.000 Euro. So ist es nachzulesen im aktuellen Grundstücksmarktbericht des Landes Sachsen-Anhalt und meint den mittleren Kaufpreis aller im Jahr 2020 in Halle (Saale) verkauften Einfamilienhäuser. Dieser Preis ist gegenüber 2019 um 19 Prozent gestiegen. Doch wie so oft steckt die Tücke im Detail. Der Preis für Immobilien schwankt regional sehr stark und somit auch innerhalb der Stadt Halle (Saale).

Wenn man etwas genauer hinsieht, dann liest man weiter, dass in guten Lagen der Stadt Halle (Saale) 373.000 Euro für ein freistehendes Einfamilienhaus zu zahlen sind und im Vergleich dazu in einfachen Lagen rund 199.000 Euro. Hierbei ist zu betonen, dass alle Baujahre und die unterschiedlichsten Modernisierungsgrade und Ausstattungsstandards zusammengefasst sind. Der steigende Trend betrifft vor allem auch die Eigentumswohnungen. In diesem Marktsegment werden in
Halle (Saale) Rekordpreise im landesweiten Vergleich erzielt. Spitzenreiter hierbei sind die Erstverkäufe von Eigentumswohnungen in Neubauten sowie nach Umwandlung in Bestandsgebäuden mit mittleren Preisen von 300.000 Euro. Dagegen kostet eine Eigentumswohnung im Weiterverkauf um die 94.000 Euro. Der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorjahr beträgt 36 Prozent. Parallel dazu wird auch Bauland im individuellen Wohnungsbau in Halle (Saale) immer teurer. Der Quadratmeter Bauland in Halle (Saale) kostete 2020 im Mittel 207 Euro pro Quadratmeter und stieg damit gegenüber 2019 um knapp 10 Prozent an. Doch auch hier schwankt der Preis zwischen guten und einfachen Lagen von 238 Euro bis zu 152 Euro pro Quadratmeter.

Welchen Einfluss hat Corona auf den Markt für Wohnimmobilien? Auch auf diese Frage gibt der aktuelle Grundstücksmarktbericht eine Antwort. Die seit einem Jahr währende Corona-Pandemie lässt derzeit keinen Einbruch bei der Anzahl der Verkäufe sowie bei den Immobilienpreisen erkennen. Dies gilt auch für das Umland von Halle (Saale). Im Saalekreis, im Burgenlandkreis sowie im Landkreis Mansfeld-Südharz sind stabile Verhältnisse auf dem Immobilienmarkt zu verzeichnen. So liegen die Preise für freistehende Einfamilienhäuser im Saalekreis bei 120.000 Euro (14 Prozent höher als 2019). Im Burgenlandkreis sind es 80.000 Euro (etwas weniger als 2019) und im Landkreis Mansfeld-Südharz 50.000 Euro (gleichbleibend zu 2019). Auch in den Landkreisen gibt es regionale Preisunterschiede. Diese werden in der Anlage deutlich, wo die Durchschnittspreise für Eigenheime auf Gemeindeebene aufgeführt sind. Ebenso enthält die Anlage eine Aufstellung des mittleren Bodenrichtwertniveaus für Baugrundstücke des individuellen Wohnungsbaus.

Der Grundstücksmarktbericht Sachsen-Anhalt unterscheidet sich von anderen Marktanalysen durch seine Objektivität, Neutralität und die Einbeziehung aller Verkäufe am Immobilienmarkt und richtet sich damit an ein breites Fachpublikum (Behörden, Banken, Sachverständige), aber auch an private Eigentümer und Investoren. Der Grundstücksmarktbericht ist im Geoshop für 30 Euro als Download erhältlich. Unter www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de können auch die aktuellen Bodenrichtwerte zum Stichtag 31.12.2020 gebührenfrei eingesehen werden.

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